Rituale - Bräuche - Handlungen

Symbolische Handlungen versinnbildlichen das Gesprochene Wort, machen es erfahrbar und sind damit eine Bereicherung für eine freie Trauung. Hier sind einige der Handlungen aufgelistet. Schaut sie Euch an und überlegt, ob eines oder mehrere davon zu Euch passen.

Um die Übersicht zu erleichtern habe ich versucht sie zu Kategorisieren in 

  1. Die Klassiker
  2. Erinnern 
  3. Gedenken
  4. Mischritual
  5. Die guten Wünsche
  6. Was es sonst noch gibt. 

 

Die Klassiker

Diese Handlungen sind allgemein bekannt und werden bei fast jeder Trauung erwartet

  • Ja-Wort oder Eheversprechen: Während das klassische "Ja, ich will!" kaum wegzudenken ist, kann das Eheversprechen personalisiert und auf Euch angepasst werden
  • Ringtausch: Der Klassiker schlechthin. Es gibt nur wenige Trauungen, bei denen keine Ringe im Spiel sind. (Tipp: Vielleicht solltet ihr Euch vor der Zeremonie die Hände eincremen, damit der Ring auch wirklich über den Finger „flutscht“.) 
  • Erklärung zu Mann und Frau: Ein Höhepunkt der Zeremonie
  • Handfasting: Eine Schnur oder ein Tuch wird um die Hände des Paares gewickelt, um ihre Bindung zu symbolisieren. Ich zähle es zu den Klassikern, weil es an die kirchliche Zeremonie angelehnt ist. 
  • Kuss: Der romantische Moment, auf den alle Gäste warten
  • Trauurkunde: Eine symbolische Unterschrift auf einem Brief, der Namen, Datum und Ort der Trauung und Euren Treueschwur enthält. Ich zähle das Ritual zu den Klassikern, weil es an die Vorgehensweise im Standesamt angelehnt ist. 

Erinnerungen schaffen

DHier schafft man bleibende Erinnerungen für die kommenden Jahre 

  • Zeitkapsel: Gegenstände der Zeremonie werden in einer Kiste aufbewahrt und zu Jahrestagen geöffnet.
  • Baum pflanzen: Ein Baum wird symbolisch während der Zeremonie gepflanzt und später im Garten eingesetzt.
  • Hochzeitskerze: Hier wird eine Kerze entzündet und ggf. ein Text dazu gesprochen. Die Kerze kann an Jahrestagen entzündet werden oder in schlechten Zeiten ein wärmendes Licht verbreiten.

Mischrituale

Diese Rituale kombinieren verschiedene Elemente, die oft farblich oder formell unterschiedlich sind:

  • Sandritual: Zwei unterschiedlich gefärbte Sande werden in ein Gefäß geschüttet und vermischen sich. Dieses Ritual lässt sich erweitern, wenn Kinder vorhanden sind. Sie bekommen einen eigenen Sand und „mischen mit“. 
  • Wachsritual: Ähnlich dem Sandritual, jedoch mit Wachsgranulat, um eine eigene Hochzeitskerze zu gestalten. 
  • Cocktail mixen: Verschiedene Getränke werden gemischt und getrunken.
  • Gewürze mischen: Zwei oder mehr Gewürze werden vermischt und können später verwendet werden.
  • Teesorten mischen: Verschiedene Teesorten werden zusammengefügt.

Gute Wünsche

Diese Rituale beinhalten die guten Wünsche der Gäste:

  • Wunsch-Puzzle: Gäste schreiben Wünsche auf Puzzlestücke, die zum Beispiel am Jahrestag zusammengesetzt werden. Statt den Puzzleteilen lassen sich auch Steine oder Holzplättchen verwenden. 
  • Ringsegnung: Die Ringe werden von den Gästen mit guten Wünschen aufgeladen.
  • Glas zertreten: Ein Ritual aus jüdischen Hochzeiten, das Glück bringen soll.
  • Brot brechen: Symbolisiert die Aufnahme des Partners in die Familie.
  • Wünsche verbrennen: Wünsche werden auf Zettel geschrieben und verbrannt.
  • Hochzeitskette: Gäste bringen Gegenstände mit, die zu einer Kette aufgefädelt werden.

Gedenken

Immer wieder kommt es vor, dass Paare gerne Personen auf der Hochzeit gehabt hätten, die leider schon verstorben sind. Um diese dennoch symbolisch teilnehmen zu lassen, gibt es mehrere Möglichkeiten

  • Bilder: Die Verstorbenen werden durch Portraitbilder repräsentiert, die an geeigneter Stelle aufgestellt werden oder eine Collage aller zeigt, dass sie dennoch am Fest teilnehmen
  • Luftballons: Statt der Portraits können auch heliumgefüllte Luftballons die Verstorbenen Repräsentieren. Um dies zu verdeutlichen, lassen sich diese Beschriften oder mit einem Namenskärtchen versehen
  • Sukkulenten-Garten: Als Tischdeckoration kann ein Gefäß mit Sukkulenten aufgestellt werden. Die Fläche dazwischen ist mit kleinen Steinen bedeckt, auf denen die Namen der Verstorbenen stehen. Eine dekorative und unauffällige Art des Gedenkens.

Weitere Handlungen

Einige Rituale lassen sich keiner Kategorie zuordnen:

  • Brautbecher/Hochzeitsbecher: Ein spezieller Becher, aus dem beide Partner gleichzeitig trinken können
  • Sprung ins Glück: Ein symbolischer Sprung (z. B von einer Trppenstufe) symbolisiert dem Sprung ist gemeinsame Eheleben. (Fotografen freuen sich oft über so ein dynamisches Motiv)
  • Brot brechen: Das Teilen des Brotes symbolisiert, dass auch in der zukünftigen Ehe alles geteilt wird
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Die Kunst, Emotionen in Worte zu fassen

 

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